Monat: April 2019

Vergleich Velo-/ Radinfrastruktur Schweiz und Finnland – Zwischenpräsentation

Heute hatte ich eine Zwischenpräsentation zum Stand meiner Arbeit “Vergleich der Veloinfrastruktur Schweiz- Finnland”. Diese fand im Rahmen meiner Projektarbeit bei meinem Studium zum Raumplaner an der Hochschule für Technik Rapperswil statt.

Analyse Mobilität und Infrastruktur im Veloverkehr und erste Handlungsempfehlungen sind das Thema. Aspekte wie Sicherheit, Veloschnellrouten (Baana) Winterdienst, und Velofahren im Winter werden beleuchtet.

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Was die Schweiz von Finnland lernen kann

Die Finnen sind uns Schweizern sehr ähnlich. Dies konnte ich während meinem Aufenthalt in Finnland aus erster Hand erfahren. Trotzdem gibt es einige Unterschiede. Hier sind die Dinge aufgeführt, welche mir in Finnland besonders gut gefallen haben und die Schweiz auch übernehmen könnte:

Wahlen: Wie in der Schweiz sind auch in Finnland Wahlen, allerdings schon jetzt und nicht erst im Herbst. Auch sie wählen alle 4 Jahre ihr nationales Parlament.
Schilderwälde von Parteien und einzelnen Kandaten gibt es in Finnland aber nicht – die Wahlplakate sind schön übersichtlich an Stellwänden zusammengefasst. So können die Finnen in aller Ruhe die Kandidaten vergleichen. In einem sogenannten “Wahldorf” bieten alle Parteien zudem Stände  an (in Oulu: Weihnachtsmarkt-Häuschen). Niemand kommt zu kurz, alle Parteien haben die selben Möglichkeiten. Die einen verteilen gratis Würstchen, bei den anderen gibt es Kaffee.

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Velofahren in Oulu

Oulu ist eine Stadt mit 200′000 Einwohnern im Nordwesten Finnlands, und die nördlichste Grosstadt der EU. Sie liegt nur 170 Kilometer südlich des Polarkreises, was sich nach sehr tiefen Temperaturen anhört. Dies stimmt auch – Temperaturen von Minus 15 Grad sind hier im normal im Winter. Nichtsdestotrotz kommt die Stadt auf einen Anteil des Velos am Modal Split von über 20% – in den Wintermonaten sind es 10% – die Stadt nennt sich deshalb stolz “Captital of Winter Cycling”. Ich bin deshalb nach Oulu gereist, um zu sehen, wieso das Velofahren trotz diesen Temperaturen so beliebt ist, und was die Schweiz daraus lernen kann. Read More

Velofahren in Helsinki Teil II: So plant die Stadt

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Am Dienstag durfte ich bei der Stadtverwaltung Helsinki vorbeischauen und konnte dem Verantwortlichen für die Velonetz-Planung einige Fragen stellen. (Foto: Kreisverkehr in Helsinki – Die Velofahrer fahren aussen herum – die Velospur ist eher eine Ausnahme)

Die Planungsabläufe in Finnland sind ähnlich wie in der Schweiz, mit dem Unterschied, dass die mittlere Planungsebene, in der Schweiz die Kantone, wegfallen. Die Strassen sind im Besitz der Gemeinden und Städte, mit Ausnahme der Autobahnen und der Eisenbahn. So hat die Stadt Helsinki für alle Strassen Planungsfreiheiheit, während beispielsweise  in der Stadt Zürich die Hauptverkehrsachsen dem Kanton gehören (Staatsstrassen). Dies macht die Planungsprozesse aufgrund der verschiedenen politischen Positionen von Stadt und Kanton komplizierter.
Während Agglomerationen in der Schweiz über sogenannte Agglomerationsprogramme Bundesbeiträge beantragen können, können finnische Städte für einzelne Projekte ebenfalls Staatsbeiträge beantragen. Read More

Velofahren in Helsinki Teil I: Citybike und Baana

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Am Montag bin ich in Helsinki angekommen. Nach dem ich mein Hostel-Zimmer bezogen habe, habe ich mir ein Wochenabo für das städtische Veloverleih-Sytem Citybike gekauft. Dieser kostet 10€, und Fahrten unter 30 Minuten sind dabei inbegriffen. Falls es mal länger dauert, kosten zusätzliche 30 Minuten 1€, das Maximum sind 8 Stunden. Vergleicht man die Preise mit dem öV, ist dies sehr preiswert: Eine Einzelfahrt im öV Kostet €3.20, eine Wochenkarte 36€. Wie ich bei meinem Interview bei der Stadtverwaltung später erfahren werde, wird das Velosharing-System von einer privaten Firma im Auftrag der Stadt betrieben, zu den Einnahmen durch die Benutzer kommen Werbeeinnahmen dazu, und die Stadt subventioniert maximal 50%. ÖV-Tickets werden von der Stadt durch 50% getragen. Das Modell funktioniert: Es soll, verglichen mit anderen Städten sehr wirtschaftlich sein. Ein Grund dazu ist vielleicht, das LimeBike, Smide & co noch nicht Einzug in die finnische Hauptstadt gehalten haben. Ein Nachteil ist, dass es momentan noch keine E-Bikes gibt. Read More