Latest Posts

Velofahren in Helsinki Teil II: So plant die Stadt

image

Am Dienstag durfte ich bei der Stadtverwaltung Helsinki vorbeischauen und konnte dem Verantwortlichen für die Velonetz-Planung einige Fragen stellen. (Foto: Kreisverkehr in Helsinki – Die Velofahrer fahren aussen herum – die Velospur ist eher eine Ausnahme)

Die Planungsabläufe in Finnland sind ähnlich wie in der Schweiz, mit dem Unterschied, dass die mittlere Planungsebene, in der Schweiz die Kantone, wegfallen. Die Strassen sind im Besitz der Gemeinden und Städte, mit Ausnahme der Autobahnen und der Eisenbahn. So hat die Stadt Helsinki für alle Strassen Planungsfreiheiheit, während beispielsweise  in der Stadt Zürich die Hauptverkehrsachsen dem Kanton gehören (Staatsstrassen). Dies macht die Planungsprozesse aufgrund der verschiedenen politischen Positionen von Stadt und Kanton komplizierter.
Während Agglomerationen in der Schweiz über sogenannte Agglomerationsprogramme Bundesbeiträge beantragen können, können finnische Städte für einzelne Projekte ebenfalls Staatsbeiträge beantragen. Read More

Velofahren in Helsinki Teil I: Citybike und Baana

image

Am Montag bin ich in Helsinki angekommen. Nach dem ich mein Hostel-Zimmer bezogen habe, habe ich mir ein Wochenabo für das städtische Veloverleih-Sytem Citybike gekauft. Dieser kostet 10€, und Fahrten unter 30 Minuten sind dabei inbegriffen. Falls es mal länger dauert, kosten zusätzliche 30 Minuten 1€, das Maximum sind 8 Stunden. Vergleicht man die Preise mit dem öV, ist dies sehr preiswert: Eine Einzelfahrt im öV Kostet €3.20, eine Wochenkarte 36€. Wie ich bei meinem Interview bei der Stadtverwaltung später erfahren werde, wird das Velosharing-System von einer privaten Firma im Auftrag der Stadt betrieben, zu den Einnahmen durch die Benutzer kommen Werbeeinnahmen dazu, und die Stadt subventioniert maximal 50%. ÖV-Tickets werden von der Stadt durch 50% getragen. Das Modell funktioniert: Es soll, verglichen mit anderen Städten sehr wirtschaftlich sein. Ein Grund dazu ist vielleicht, das LimeBike, Smide & co noch nicht Einzug in die finnische Hauptstadt gehalten haben. Ein Nachteil ist, dass es momentan noch keine E-Bikes gibt. Read More

Mennään pyöräilemään!

Mennään pyöräilemään, das heisst gehen wir Velofahren.

Für das Modul “Projekt Verkehrsplanung” reise ich nach Finnland: Ich möchte herausfinden, wie das Thema Veloinfrastruktur und -förderung in Finnland gehandhabt wird. Einem Land, das für harte und lange Winter bekannt ist, und dessen Bewohner dennoch etwa doppelt so viel Velo fahren wie wir Schweizer (siehe Abbildung Tages-Anzeiger).

Quelle: Blog Tagesanzeiger 

Read More

Nachhaltigkeitswoche Rapperswil bis 30. März

image

Zum zweiten mal habe ich mit anderen Studierenden der HSR eine Woche zum Thema Nachhaltigkeit organisiert. Sie findet diese Woche bis Samstag, 30.3. statt. Geplant sind wieder viele spannende Events, diesmal rund ums Fokusthema Energie. 

So gibt es unter anderem ein Poetry Slam, eine Podiumsdiskussion zum Thema “nachhaltige Energieversorgung” mit anschliessendem Bar-Betrieb, und gleich 2 Filmvorführungen am Samstag. Ich war heute am Risottostand, welcher jeweils Mittags geöffnet ist, und bin morgen (Donnerstag) ab 15:00 wieder im Zelt auf dem Fischmarktplatz. 

Alle Events sind gratis und öffentlich – wir freuen uns auf eine spannende Woche!

Die Vielfalt der Nachhaltigkeit in Rapperswil entdecken

Die Vielfalt der Nachhaltigkeit in Rapperswil entdecken

Das Zürcher Velostrassen-Y

Ältere Zürcher mögen sich noch daran erinnern: In den 70er Jahren gab es die Idee des “Zürcher Expressstrassen-Y“. Damit sollen die auf Zürich zulaufenden und heute teilweise abrupt endenden Autobahnen weitergeführt und beim Letten in einem Autobahndreieck miteinander verknüpft werden. Heute ist die Idee begraben, bzw. in den Untergrund “vergraben”. 

Bei der Semesterarbeit im Kurs "Darstellung 2″ im letzten Semester, wo es darum ging, anhand der Form eines Astes eine Idee zu entwickeln, kam ich auf diese Idee zurück. 

Ich begann, einen Velo-Zielplan für die Stadt Zürich zu entwerfen. Dabei werden die wichtigsten Ziele (wie Bahnhöfe, Einkaufszentren, Sportanlagen) über Luftlinien direkt miteinander verbunden. Anschliessend arbeitete ich eine der daraus resultierenden Hauptverbindungen aus – ich legte die Luftlinien auf das bestehende Strassensystem um und schaute darauf, dass die Steigung möglichst “veloverträglich” ist und Anschlüsse an das bestehende bzw. geplante Netz bestehen. Teilweise waren auch neue Wege, bzw. Kunstbauten sinnvoll. 

Eine davon ist eine Velo- und Fussgängerbrücke über die Limmat, welche die Ziele Hauptbahnhof und Schaffhauserplatz direkt miteinander verbindet, und die Steigung dort hinauf verträglich macht. Ausserdem gibt es auf der Brücke einen Abzweiger Richtung Wipkingen – das Zürcher Velostrassen-Y ist geboren. 

Da die Zeilenbauten an der Stampfenbach- / Nordstrasse aneinandergebaut sind, habe ich das Ende der Brücke “durch” das Erdgeschoss gelegt – dafür kann man auf die links abknickende Velobahn nach Norden weiter über die Stampfenbachstrasse oder geradeaus über die Waltersbachstrasse nach Osten.