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Nachhaltigkeitswoche Rapperswil bis 30. März

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Zum zweiten mal habe ich mit anderen Studierenden der HSR eine Woche zum Thema Nachhaltigkeit organisiert. Sie findet diese Woche bis Samstag, 30.3. statt. Geplant sind wieder viele spannende Events, diesmal rund ums Fokusthema Energie. 

So gibt es unter anderem ein Poetry Slam, eine Podiumsdiskussion zum Thema “nachhaltige Energieversorgung” mit anschliessendem Bar-Betrieb, und gleich 2 Filmvorführungen am Samstag. Ich war heute am Risottostand, welcher jeweils Mittags geöffnet ist, und bin morgen (Donnerstag) ab 15:00 wieder im Zelt auf dem Fischmarktplatz. 

Alle Events sind gratis und öffentlich – wir freuen uns auf eine spannende Woche!

Die Vielfalt der Nachhaltigkeit in Rapperswil entdecken

Die Vielfalt der Nachhaltigkeit in Rapperswil entdecken

Das Zürcher Velostrassen-Y

Ältere Zürcher mögen sich noch daran erinnern: In den 70er Jahren gab es die Idee des “Zürcher Expressstrassen-Y“. Damit sollen die auf Zürich zulaufenden und heute teilweise abrupt endenden Autobahnen weitergeführt und beim Letten in einem Autobahndreieck miteinander verknüpft werden. Heute ist die Idee begraben, bzw. in den Untergrund “vergraben”. 

Bei der Semesterarbeit im Kurs "Darstellung 2″ im letzten Semester, wo es darum ging, anhand der Form eines Astes eine Idee zu entwickeln, kam ich auf diese Idee zurück. 

Ich begann, einen Velo-Zielplan für die Stadt Zürich zu entwerfen. Dabei werden die wichtigsten Ziele (wie Bahnhöfe, Einkaufszentren, Sportanlagen) über Luftlinien direkt miteinander verbunden. Anschliessend arbeitete ich eine der daraus resultierenden Hauptverbindungen aus – ich legte die Luftlinien auf das bestehende Strassensystem um und schaute darauf, dass die Steigung möglichst “veloverträglich” ist und Anschlüsse an das bestehende bzw. geplante Netz bestehen. Teilweise waren auch neue Wege, bzw. Kunstbauten sinnvoll. 

Eine davon ist eine Velo- und Fussgängerbrücke über die Limmat, welche die Ziele Hauptbahnhof und Schaffhauserplatz direkt miteinander verbindet, und die Steigung dort hinauf verträglich macht. Ausserdem gibt es auf der Brücke einen Abzweiger Richtung Wipkingen – das Zürcher Velostrassen-Y ist geboren. 

Da die Zeilenbauten an der Stampfenbach- / Nordstrasse aneinandergebaut sind, habe ich das Ende der Brücke “durch” das Erdgeschoss gelegt – dafür kann man auf die links abknickende Velobahn nach Norden weiter über die Stampfenbachstrasse oder geradeaus über die Waltersbachstrasse nach Osten. 

Veloreisebericht: Der Kampf mit dem Rhonewind

Mein Ziel ist es, die 4 wichtigsten Flüsse der Schweiz (Rhein, Rhone, Inn, Ticino) mit dem Velo abzufahren – bis zur Mündung oder immerhin bis zur Landesgrenze. Vor 2 Jahren bin ich von Airolo bis Vigevano IT dem Ticino entlang gefahren, letztes Jahr entlang der Inn von Maloja durch das schöne Engadin bis nach Innsbruck.

Dieses Jahr habe ich mit der Rhone zumindest mal gestartet. Da es nur 2 Tage schön war, bin ich um Zeit zu sparen, nicht bei der Rhonequelle gestartet, sondern in Lax VS. Um ca 10 Uhr gestartet, war ich nach einer Abfahrt durch die Oberwalliser Dörfer entlang der Hauptstrasse schnell in Brig. Zwar fehlt die Veloinfrastruktur auf der Hauptstrasse (kein Velostreifen), es herrschte allerdings zu dieser Tageszeit wenig Verkehr sodass mich das nur wenig gestört hat.

Anders sieht es mit der Beschilderung der Veloroute aus. Auf dem ganzen Verlauf habe ich immer wieder Abzweigungen verpasst, Den Veloweg nicht gefunden oder bin falsch abgebogen wegen ungenauen oder verdrehten Wegweisern. So auch vor Brig (Glis), wo ich der Veloweg der Rhoneroute nicht fand, dafür aber ein toller Velo- und Fussgängerweg auf einem alten Bahntrassee.

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Resümee 2015

Ein bewegtes Jahr geht zu Ende. Für mich war insbesondere der erfolgreiche Abschluss dee BMS ein Highlight mit meiner IDPA über Städtebau und die Metro in Kopenhagen.
Der Vorbereitungskurs fürs Studium waren ebenfalls zwei lehrreiche, spannende Wochen.
Ich hatte eine Woche ohne Smartphone gelebt und nutze seither mein iPhone & co. bewusster. War mit meinem Fahrrad von Airolo nach Vigevano IT den Ticino herunter gefahren und an der Expo Milano bei höllischen Sommertempraturen.
Und ich habe tolle Stunden mit meiner Freundin verbringen können.
Natürlich gab es auch ein paar weniger erfreuliche Ereignisse wie der Tod meiner Grossmutter. Möge Sie in Frieden ruhen.

Heute geht ein Kapitel zu Ende, ich hatte meinen (wahrscheinlich) letzten Arbeitstag als Webentwickler. Es waren schöne 7,5 Jahre seit meinem Lehranfang als Mediamatiker und ich konnte sehr viel lernen und tolle Momente teilen, wie 4 Monate in Frankfurt in einer grossen Firma.

Danke an allen, möge 2016 ebenfalls rocken!

Entweder Mainhattan oder nöd. Mein Leben in Frankfurt

Mein letzter Post habe ich hier vor über einem Monat über Berlin geschrieben, und auch auf webcetera.ch ist es etwas ruhiger geworden. Aber ich kann Euch beruhigen: Mein Flugzeug wurde weder von Al Kaida entführt noch bin ich einer Briefbombe zum Opfer gefallen. Der Grund für die Stille auf meinem Blog war, dass ich seit Anfang November im “grossen Kanton”, genauer gesagt in Frankfurt am schönen Main wohne und arbeite, und mich erst mal einrichten musste. Vielleicht habt ihr dies ja schon über Facebook, Twitter oder Google+ mitbekommen. 

Doch wie kam es dazu? Nach spannenden, lehrreichen und schönen anderthalb Jahren bei der Webagentur Ground15 in Zürich, bekam ich die Chance in Frankfurt am Main bei der Etecture neue Erfahrungen zu sammeln. Die Entscheidung war nicht leicht, aber die Richtige, da bin ich mir sicher. In einem grossen Entwicklerteam habe ich die Chance, das CMS eZ-Publish besser kennenzulernen, indem ich an interessanten Web-Projekten mitarbeite. Nach einem Monat kann ich sagen, dass die Arbeit grossen Spass macht und mir viel Know-How bringt. Das Team besteht aus tollen & hilfsbereiten Leuten, welche auch verstehen, dass ich Fahrrad meine wenn ich Velo sage ;).

An dieser Stelle möchte Ich euch den o2-Adventskallender empfehlen, welcher mein Team mitentwickelt hat. Man kann bis Weihnachten täglich tolle Preise gewinnen (vorausgesetzt man hat eine deutsche Adresse/Telefonnummer), wie zum Beispiel das neue Galaxy Nexus, welches ich mir unbedingt wünsche vom Christkind. Oder vom Nikolaus. Hauptsache bald :-).

O2 ist übrigens auch der inoffizielle technische Sponsor dieses Blog-Posts, denn ohne den Surf-Stick, welcher ich mir heute gekauft habe, würde hier wohl noch ein paar weitere Wochen Stille herrschen. 

Jedenfalls habe ich – man glaubt es kaum – auch ohne Internet bereits viel erlebt in Frankfurt. Die ersten paar Tage war die Jugendherberge mein Heim, bis ich eine kleine Wohnung in der Nähe meines Arbeitsplatzes gefunden habe. Momentan ist in Frankfurt viel los, mit der Banken-Protestbewegung, von der ich ein paar Fotos auf Twitter gepostet habe. Und dann findet noch ein grosser Weihnachtsmarkt statt.
Das eine oder andere Museum am Museumsufer des Mains oder ein Kaffee auf dem Commerzbank-Tower stehen aber noch auf meiner ToDo-Liste. 

Ich freue mich auf weitere tolle Erfahrungen in Mainhattan. Spätestens im März bin ich aber wieder zurück in der Schweiz, wo ich mein Militärdienst leisten muss darf. 

Von Robotern, Tränen und Wachtürmen

In diesem imposanten Gebäude ist das deutsche Kommunikationsmuseum zu finden. Beim Betreten des Museums beginnt (wieder) eine kleine Zeitreise: Zuerst wird man von sprechenden & herumfahrenden Robotern begrüsst. Sie fragen freundlich, ob man dies und das schon weiss. Besteigt man aber die Treppe, wird man aber von der Roboter-Zukunft in die Vergangenheit zurück gebeamt. Über die Postkutsche über die Eisenbahn bis zum Mobiltelefon sieht man einfach alles. Sei es die Enigma, die deutsche Codiermaschine aus dem 2. Weltkrieg, oder eine von der Decke herabhängende Postkutsche, in Einzelteile zerlegt. Im zweiten Stockwerk erfährt man alles über das Fernsehen, das Radio und die Nutzung der Medien & Kommunikation im Krieg. Im Untergeschoss ist die Schatzkammer, wo auch eine rote Mauritius, eine sehr seltene Briefmarke, ausgestellt ist. 
Mir fehlte im Museum allerdings einen Teil über die moderne Kommunikation. Die Zeitreise endet mit dem Mobiltelefon, bzw. mit dem Fernsehen. Trotzdem ist ein Museumsbesuch für technisch oder historisch interessierte Leute für einen günstigen Eintrittspreis sehr empfehlenswert. 

Nach dem Museum für Kommunikation lohnte sich ein Besuch im Sony-Center am Potsdamer Platz. Überhaupt ist die Geschichte dieses Platzes sehr interessant: Es war einst, Anfangs des 20. Jahrhunderts, einer der verkehrsreichsten Plätze in Europa, und meines Wissens der erste Platz ausserhalb New Yorks, wo es eine Ampel gab. Mit dem Bahnhof war es der erste Platz, welchen die Touristen sahen, und er wurde dementsprechend präsentiert. Nach dem Krieg waren aber all die Theater & Volkshäuser zerstört. Der Bau der Mauer 1961 bedeutete definitiv das Ende für diesen belebten Platz: Die Mauer ging hier mittendurch. Er wurde zum Teil des Todesstreifens. Nach dem Fall der Mauer war hier das grösste innerstädtische Brachland Europas. Über 10 Jahre nach dem Fall der Mauer erwachte der Platz aber wieder zum Leben: 2000 wurde das Sony-Center eröffnet, einen grossen Gebäudekomplex mit grossem Lichthof, wo neben einem grossen Kino auch das Sony Europa-Hauptquartier ist. 

Im “Tränenpalast”, der ehemaligen Abfertigungshalle am Bahnhofs Friedrichstrasse, welche ich schon von der Bootstour auf der Spree gesehen habe, fand gerade eine sehr gut gemachte Ausstellung statt. Hier wurden ja die Zug-Ausreisenden aus Ostberlin nach Westberlin stengstens überprüft, und die Leute mussten voneinander Abschied nehmen. Deshalb auch der Name. 
Die Ausstellung zeigte die engen Durchgänge, in welchen Ausreisende überprüft wurden, Filmausschnitte zur deutschen Teilung vom Ost- und Westfernsehen, sowie ein Modell des damaligen, geteilten Bahnhofes.

Der Donnerstag war mein letzter Tag in Berlin, trotdem hatte ich noch Zeit für das jüdische Museum, welches schon einmal wegen der Architektur sehr spannend ist. Ich hatte mal eine Arbeit über den Architekt des Museums, Daniel Liebeskind geschrieben, welcher auch Jude war und die Überbauung am World-Trade Center in New York entworfen hat. Nach genauen Sicherheits-Kontrollen wurde die Geschichte der Juden, insbesondere des Holocaust, gut erklärt. 

Nach dem Museum bot sich ein Mauer-Spaziergang an, vom Checkpoint Charlie bis zum Potsdamer Platz. Es gibt überall Informationstafeln, man sieht viele Reste der Mauer und sogar die Mauern des Nazi-Gefängnisses. Etwas versteckt, in der Emma-Berger-Sackgasse, befindet sich noch ein Wachturm, ganz unscheinbar zwischen Parkplätzen. 

Nach einem Ausflug zum Kudamm (ich dachte immer, es heisst Kuhdamm, dabei ist es bloss eine Abkürzung für Kurfirstendamm :-)) war es auch schon Zeit für den Abflug zurück nach Zürich. Es waren tolle sechs Tage in Berlin!

Ach ja: Laut meinem Reiseführer sollte der Flughafen Tegel, wo ich ankam & abreiste, schon abgerissen sein. Da sieht man wieder ein Nachteil der Print-Medien gegenüber den Online-Medien. Der Flughafen Tempelhof, welchen ich mit Tegel durcheinanderbrachte, gibt es übrigens nicht mehr, es ist nun ein Park. Der Flughafen Schönefeld wird zurzeit ausgebaut und sollte wohl zum Haupt-Flughafen der Stadt Berlin werden.