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Ein schnelleres Restaurant in der Luft und eine BRD-Flucht

Wäre ich vor 40 Jahren (oder so) an den Orten gewesen, an welchen ich am Montag war, wäre ich erschossen worden. Oder an Stacheldraht verblutet. Ich war zuerst an der Bernauer Strasse, dort fanden zu Zeiten der DDR extrem viele Fluchten statt, nur wenige glückten. 

Mit dem Tram konnte ich über Prenzlauer Berg direkt dorthin fahren – und traf sogleich auf etwas ziemlich kurioses: Ein Auto schien mit voller Wucht gegen die Metallstangen gefahren zu sein, welche den Standort der Mauer nachbildeten. Ich dachte zuerst an einen tragischen Verkehrsunfall, sah dann aber am Auto ein Zettel, auf dem stand, dass vor zwei Tagen hier der letzte Fluchtversuch stattgefunden hätte:

“Dramatischer Fluchtversuch aus der BRD

Am 29. Oktober ereignete sich, 22 Jahre nach dem Mauerfall, der vorerst letzte Fluchtversuch an der innerdeutschen Grenze.

Gegen 22 Uhr durchbrach ein BMW-Fahrer alle Grenz- und Signalanlagen der Bundesrepublik Deutschland, um sich an der Kreuzung Benauer-/Brunnenstasse seinen Weg in die Neue Deutsche Republik zu bahnen. Mit voller Wucht prallte der BMW auf die Mauer und der Fluchtversuch nahm dort sein jähes Ende. Es war die erste Bewährungsprobe für den erst kürzlich verstärkten anti-sozialen Schutzwall, mit dem die BRD die zunehmende Abwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften eindämmen will. Von Bankenkrise und Eurorettungen desillusioniert, kehren viele Bürger dem Land den Rücken zu und fliehen aus dem überschuldeten und perspektivlosen Land.

Als der Fahrer des BMW nach seinen Fluchtmotiven befragt wurde, antwortete er, er habe nach dem letzten EU-Gipfel entgültig die Nase voll von den Politikern der BRD, die so häufig ihre Meinung ” ändern wie manch einer sein Hemd.

In der Neuen Deutschen Republik wurde der Flüchtling mit einem Begrüßungsgeld von 100 Republik Mark empfangen. (im)

An der Bernauer Strasse ist der Mauerverlauf dargestellt, Fluchttunnel sind eingezeichnet und es gibt überall Informationstafeln mit Bilder, Tonaufnahmen und Videos. Die Grundmauern der von den Kommunisten weggesprengten Häusern sind teilweise sichtbar. Selbst vor der Versöhnungskirche haben Sie nicht halt gemacht. Eine Kapelle erinnert an sie, und neben ihr, in dem ehemaligen Todesstreifen, wird Gerste angepflanzt. Ausserdem gibt es viele Denkmäler an die Opfer.
Schade fand ich, dass man die Maueranlage nicht in vollem Umfang betrachten konnte. Man kann ein kurzes Teilstück nur von oben sehen. Mit all den Hinweisen konnte man sich die Anlage aber gut vorstellen.

Interessant fand ich auch, was ich im Nordbahnhof gelesen habe: Die Züge aus Westberlin fuhren unter Ostberlin durch – nonstop, um die nördlichen & südlichen Stadtgebiete zu verbinden. Dabei entstanden Geisterbahnhöfe in Ostberlin, welche auch gut gesichert wurden. Der Nordbahnhof war einer davon.  

Der zweite Platz, an dem ich als Ostberliner beim Fluchtversuch getötet worden wäre, ist der Checkpoint Charlie in der Stadtmitte. Auch dort wird man gut informiert. Ein paar als amerikanische Soldaten Verkleidete bieten ein Foto mit Ihnen an, “for the Facebook”. Im Gegenzug bieten “Russen” Andenken an das sozialistische Regime und Russland an. In das Museum, das sehr teuer ist, ging ich allerdings (noch) nicht. Es waren mir auch zu viele Leute dort. 

Heute war ich weiter auf den Spuren der DDR, und zwar am Morgen im Fernsehturm, dessen Restaurant sich 2x oder mehr pro Stunde um sich selbst dreht. Zu Zeiten der DDR war das wesentlich gemütlicher, mit einer Umdrehung pro Stunde. Vielleicht weil die Leute dann schneller wieder gehen, weil sie ja schon alles gesehen haben, und so mehr Leute ins Restaurant können. Kapitalismus eben. Das habe ich vom Reiseführer auf der Spreerundfahrt erfahren. Die Reederei D. Hadynski bietet für preiswerte 8€ einstündige Fahren auf dem Fluss durch die Hauptstadt an, ich kann sie sehr empfehlen. 

Nahe der Anlegestelle ist das DDR-Museum, wo ich zuvor war. Dort kann man in einen Trabant steigen, sich die Fernsehsendungen von damals in einem DDR-Kino anschauen, die Zellen & Verhörräume der Gefängnisse anschauen… Toll ist, das man alles anfassen darf. Man sieht die Lebensmittel (können auch gekauft oder im Restaurant konsumiert werden), Computer, Spielsachen, etc. aus dieser Zeit und kann sich das Leben von damals super vorstellen. Es zeigt die guten Seiten und die Missstände des sozialistischen Systems. 

Durch die DDR-Allee zurück in die Zukunft

Mein erstes Ausflugsziel in Berlin war am Samstagabend der C-Club in der Nähe von Kreuzberg. Dort fand das erste Fler-Konzert seit langem statt. Ich bin zwar kein Riesen-Fan von Fler, doch das Konzert in seiner Heimatstadt war genial. Etwas gestört hat mich die Organisation des C-Clubs, wenn man erst mal draussen an der frischen Luft war, kam man nicht mehr rein, um etwa ein Shirt zu kaufen. Schade – so konnte ich nicht prüfen, ob Fler sein Versprechen, jedem ein Autogramm zu geben, auch hielt. 

Am Sonntag beschloss ich, anstatt mit der U-Bahn zum Alexanderplatz zu fahren, dorthin zu spazieren. Mein Hotel ist in der Nähe des Frankfurter Tors im ehemaligen Ostsektor der Stadt. Dieses Frankfurter Tor hat zwei unübersehbare Türme, welche von den Kommunisten erbaut worden sind. Überhaupt ist die Karl-Marx Allee Richtung Alexanderplatz von ihnen als riesiges städtebauliches Projekt erbaut worden. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie hier vor ein paar Jahren noch Panzer über die breite Strasse donnerten, Trabis um die Plätze kurvten und Leute vor den Kaufhallen eine weite Schlange bildeten. Auch über die Geschichte der DDR lässt sich so einiges erfahren: So gab es vor einem Platz ursprünglich ein Stalin-Denkmal, und auch die Allee wurde nach ihm benannt. Nach dem Tod Stalins änderte die SED (Einheitspartei der DDR) 1961 ihre politische Richtung und liess das Stalin-Denkmal entfernen. Die Allee wurde von Stalinallee in Karl-Marx Allee, ihrem heutigen Namen, unbenannt. Die Architektur ändert sich Richtung Berlin-Mitte ebenfalls. Vom sogenannten Zuckerbäckerstil in Plattenbauten. Büroklötze häufen sich ebenfalls. Und plötzlich ist man am Alexanderplatz mit Einkaufszentern, Hochhäusern und dem Fernsehturm. Dieser Spaziergang war wie eine kleine Zeitreise von der Vergangenheit in die Gegenwart. 

Nach meinem Spaziergang setzte ich mich in den 100-er Bus, der quer durch die ganze Stadt fährt. So kann man sich bequem und ohne viel Gequatsche ein Bild der Grossstadt machen. 

Den Nachmittag verbrachte ich auf dem grossen Flohmarkt am Mauerpark. Da wird einfach alles aus dem letzten Jahrtausend verkauft. Zudem finden da laufend Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Gerade an einem Sonntag mit dem Flohmarkt sehr empfehlenswert. 

Zum Abschluss des Tages besuchte ich noch den Potsdamer Platz mit den Mauerresten und das Brandenburger Tor, bevor ich mit ein paar Drinks und einem Bier den Tag beende. 

Hallo Welt.

Darf ich vorstellen? Jung, vielseitig, sozial vernetzt. Nein, die Rede ist nicht von mir, sondern von Tumblr, meiner jüngsten Entdeckung in der Welt der sozialen Netzwerke. Damit kann ich – was mir schon länger ein Anliegen war – mein Wissen mit der Welt teilen, und zwar in Form eines Blogs. 

Aber was genau für ein Wissen? Dazu muss ich mich ebenfalls vorstellen: Mein Name ist Matthias Peter, ich bin 21 Jahre alt und gehöre wohl zur Generation, die mit dem Internet aufgewachsen sind. In der Tat haben Internet & Computer meine Kindheit und Jugend geprägt: Mit sieben Jahren schrieb ich Geschichten auf einem dieser Ur-Macintoshs, mit zehn Jahren war ich stolzer Besitzer eines Ur-Laptops mit Windows 98 und publizierte darauf eine Zeitung für meine Familie, und mit sechzehn Jahren habe ich mich entschlossen, eine Lehre als Mediamatiker zu starten. 

Dieser Beruf ist wohl einer der wenigen, der jünger als ich ist – es gibt ihn erst seit 1999. Der Mediamatiker ist das Bindeglied zwischen Technologie und Anwender, ein Generalist, der sich im Webdesign wie im Support, in der Videoproduktion und im Marketing-Bereich auskennt. Wer mehr über diesen Beruf erfahren möchte darf mich gerne fragen, oder sich bei der Webseite meiner Schule informieren. 

Ich bin momentan im vierten Lehrjahr und arbeite in einer Webagentur im Zürcher Vorort Zollikon. Während dieser Zeit habe ich einiges gelernt. Dieses Wissen will ich weitergeben, um so weitere Leute faszinieren zu können. Deshalb poste ich hier Tipps rund um das Thema Internet & Webdesign und Social Media sowie News aus diesen Bereichen.

Da ich auch ein Apple-Fan bin, veröffentliche ich hier auch Testberichte zu diversen Apps, Tipps für iPhone, iPad & co und auch Neuigkeiten aus dem Hause Apple

Also dann: Ich wünsche Euch so viel Spass beim Lesen meines Blogs, wie ich beim Schreiben der Beiträge habe.