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Diese Woche: Sustainability Week in St.Gallen und Zürich

Diese Woche findet in Zürich und St.Gallen, Bern und vielen anderen Städten die Swiss Sustainability Week statt. In dieser von Studierenden organisierten Woche werden verschiedene Event rund um das Thema Nachhaltigkeit angeboten. In Zürich ist beispielsweise für den 5. März eine Veranstaltung zum Thema Degrowth geplant mit der SP-Nationalrätin Samira Marti.

In St.Gallen ist das aktuelle Gesundheit morgen das Thema: Ein Talk zum Thema Nachhaltigkeit in der Hygienebranche ist geplant um 13:15 und um 16:15 ein Workshop wo man nachhaltige Hygieneartikel herstellen kann. Abgeschlossen wird der Tag von einer Movie-Night.

Save the Date: Die Nachhaltigkeitswoche Rapperswil, welche ich teilweise mitorganisiere findet vom 28. April – 2. Mai statt. Das Programm folgt in den kommenden Tagen.

Meine Vision für den Wahlkreis Rorschach 2050

Politik ist die Umsetzung von Visionen. Zu diesem Zweck habe ich meine Vision für die Region Rorschach 2050 auf eine Karte gebracht, und darin die wichtigsten Punkte dargestellt, wie unsere Region sich nachhaltig weiterentwickeln kann.
Die Idee zur Verlegung der Seelinie ist nicht neu – sie wurde bereits Anfangs des 20.Jahrhunderts projektiert. 2014 reichte eine CVP-Kantonsrätin zudem ein Postulat ein.
Meine Idee wäre eine Verschiebung der Linie Rorschach Hafen – Steinach auf die Linie Rorschach – St. Gallen. Um die künftig durch Unterführungen und Doppelspur ausgebaute Linie über den zentral gelegenen Bahnhof Rorschach Stadt zu stärken, und die Anbindung der Region Rorschach an die zentral gelegenen Bahnhöfen Rorschach Stadt und Goldach zu stärken. Die Linie Rorschach – Rorschach Hafen kann als Kopfbahnhof der Linie der Appenzellerbahnen touristisch genutzt werden. Zwischen Rorschach, Rorschach Hafen und Steinach (-Arbon) soll mindestens der bestehende Halbstundentakt durch eine Buslinie fortgesetzt werden. So kann auch das Industrieareal in Goldach am See attraktiv an das ÖV-Netz angeschlossen werden.
Die frei werdende Fläche am Seeufer zwischen Rorschach Hafen und Horn kann als Erweiterung der Seepromenade genutzt werden, sei es als Begrünung, Plätze oder Gastronomie. In der Fortsetzung kann das ehemalige Trassee zwischen Goldach und Horn beispielsweise in eine Veloschnellroute umgewandelt werden.

Quellen: https://www.tagblatt.ch/amp/ostschweiz/stgallen/schienen-verhindern-seezugang-ld.1115241

Wieso ich Kantonsrat werden möchte

Oft wurde ich gefragt, wieso ich für den Kantonsrat kandidieren will. Das hat für mich zwei Seiten: Zum einen sind das meine politische Ansichten wie Nachhaltigkeit oder aktive Mobilität, noch zu wenig in unserem Kanton vertreten sind. Zum anderen bin ich schon seit Kind politisch sehr intressiert, was ich in diesem Blogpost gerne erläutern möchte.

In meiner Familie war Politik zwar nie ein grosses Thema. Fernsehen schauten wir äusserst selten, Radio hörten wir nur sporadisch. Internet gab es damals noch nicht wirklich. Wir hatten jediglich ein bis zwei regionale Tageszeitungen abonniert. Eigentlich hätte ich mich gar nie für Politik intressieren dürfte – wäre da nicht unsere Grossmutter, welche mich regelmässig hütete. Einige Male bei uns, viel war ich aber auch bei ihr, in Ihrer Wohnung am Zürichsee. Zwar hatte sie auch kein Fernseher, was für jedes Kind der 90er eines der tollsten Geräte überhaupt war, sie hörte aber regelmässig Radio. Kein DRS1, kein DRS3, kein Privatradio, es lief DRS2. Darauf liefen viele politische Diskussionssendungen, denn meine Grossmutter war politisch sehr intressiert. Dabei hörte ich regelmässig zu.

Meine Grossmutter engagierte sich auch schon früh für den Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Vielleicht schon bevor diese Wörter überhaupt erfunden wurden. Zwar fuhr sie früher einen Deux-Chevaux, diesen tauschte sie aber kurz nach meiner Geburt um in ein „Generalabonnement“, wie sie es immer so schön auf französisch betonte. Seit da reiste sie nur noch mit dem Zug. Wir sind so zusammen durch die Schweiz gefahren.

Sie hat mich durch ihre Einstellung sehr geprägt. Dass ich mich überhaupt für Politik intressiere, habe ich ihr zu verdanken.

Video: Fuss- und Veloverkehr 1

Heute veröffentliche ich mein zweites Video, dieses mal zum Thema Fuss- und Veloverkehr.

Text:

Es isch Ziit für en Usbau vom Velo und Fuessverkehr ide Region Rorschach. Investitione in Velo und Fuessverkehr entlastet nöd nur d Verkehrssituation. Jede Kilometer, wo z Fuess oder mit em Velo zruggleit wird, generiert meh externi Nutze als Koste, will si kei Lärm oder Schadstoff usstossed, sondern im Gegeteil eusem Gsundheitssystem z guet chömed. 

Für d Region Rorschach isch zum Bispil d Seepromenade en wichtige Tourismusfaktor, wo dur es Bikesharing Agebot, e Veloservicestation oder en Seeufersteg wiiterentwicklet söll werde. En kantonale Velonetzplan mit Veloschnellroute find ich als Verkehrsplaner au wichtig. 

Video: Es ist Zeit für Unterführungen

Ich freue mich, heute mein erstes Video zum Thema Unterführungen zu veröffentlichen. Ich danke J.K. und dem Team Flimklang für die tolle, professionelle und unkomplizierte Aufnahme und Bearbeitung der Videos für das Team der GLP Rorschach. Der Drehtag hat sehr Spass gemacht 🙂

Die GLP möchte die Unterführungsprojekte in der Region Rorschach pushen. Denn aufgrund des Viertelstundentaktes Rorschach – St.Gallen sowie dem Angebotsausbau Zürich – St. Gallen – München sind die Schranken immer öfter geschlossen.

Video Text:

Es isch Ziit für en flüssende Verchehr ide Region Rorschach. Will de Verchehr oft ade Barriere stockt, wo immer länger dunne sind, setzed mir üs vo de GLP für de Bau vo Unterfüehrige i. Wie zum Bispil am Bahnhof Rorschach Stadt. 

E seperati Unterfüehrig für Fuessgäner und Velofahrer isch det sinnvoll, und chan mit em momentane Doppelspuurusbau vode SBB relativ kostegünstig erstellt werde. 

Vimentis und Smartvote Spider

Heute darf ich hier meine Vimentis und Smartvote Spider präsentieren. Es ist mal etwas anderes, die Fragen aus Sicht eines Kantonsratskandidat statt als Wähler auszufüllen. Die Resultate wiederspiegeln meine persönliche, politische Haltung und sind dennoch dem Profil der GLP sehr nah (siehe letzte Abbildung).

Bald können Wählerinnen und Wähler für die Wahlen eigene Fragebogen auf Vimentis und Smartvote ausfüllen um passende Kandidaten zu finden.

Smartvote

Quelle: Smartvote

Vimentis

Quelle: Vimentis

Schulkinder dürften bald auf dem Trottoir Velofahren – was ich als Verkehrsplaner von dieser Regelung halte

Dieser Beitrag wurde als Leserbrief am Donnerstag, 16. Januar im St.Galler Tagblatt und in den Bodensee-Nachrichten veröffentlicht (teilw. gekürzt).

Kinder dürfen bald legal das Trottoir zum Velofahren benützen.


Geht es nach dem Bundesrat, dürfen Kinder bis 12 Jahre noch dieses Jahr auf dem Trottoir Velofahren.
Ist dies eine unnötige Gefährdung der Fussgänger auf dem Trottoir oder eine wirkungsvolle
Massnahme gegen Elterntaxis?
Der Schulweg selbständig zurückzulegen ist für jedes Kind ein wichtiges Erlebnis und gibt eine
gewisse Freiheit und Eigenständigkeit, welche sie nicht haben, wenn sie per Elterntaxi zur Schule
gefahren werden. Legen sie ihn ab geeignetem Alter mit dem Velo zurück, werden sie mit dem Velo
als Verkehrsmittel vertraut, welches sie beispielsweise auch zum Besuch von Freunden nutzen können
– und vielleicht auch noch später auf dem Arbeitsweg.
Finnland kennt diese Regelung bereits. Sie gilt aber nur, wenn keine Velowege verfügbar sind –
vorwiegend für ländliche Gemeinden, wo die Trottoirs oft schwach frequentiert sind. Dass Kinder mit
dem Velo in die Schule fahren, ist in gewissen Städten, wie beispielsweise Oulu, der nördlichsten
Grossstadt der EU, ganz normal – auch im Winter bei Schnee und Dunkelheit. Kinder aus Oulu haben
ihre Veloprüfung nicht mit 10 – 12, sondern bereits ab 6 Jahren. Zwar sind in Oulu Velowege praktisch
an jeder Strasse vorhanden, jedoch fahren auch in Gemeinden mit schlechterer Veloinfrastruktur
Kinder mit dem Velo in die Schule. Velowege sind jedoch ein wichtiges Stichwort: Weil sie, im
Gegensatz zu den hiesig verwendeten Velostreifen, von der Fahrbahn separiert und auf gleicher Ebene
wie das Trottoir sind, geben sie ungeübten Velofahrern, also vor allem Kindern, ein Gefühl der
Sicherheit. So fahren bereits jetzt viele auf dem Trottoir. Wir sollten uns also eher fragen, ob der
Velostreifen noch die richtige Infrastruktur ist, oder ob wir, zumindest auf Schulwegen, auf sichere
Velowege oder Tempo-30-Zonen setzen. Dann bräuchte man diese Regelung gar nicht.
Mein Fazit: Die Regelung ist besonders im ländlichen Raum sinnvoll, gefährdet aber Fussgänger auf
dem Trottoir und sollte nur als Übergangslösung genutzt werden, bis Schulwege velosicher ausgebaut
sind.